Festball

Herzlichkeit, Humor und beste Stimmung

Ein Königspaar, das von Beginn an im Mittelpunkt stand, eine bis auf den letzten Platz gefüllte Tanzfläche, viele herzliche Begegnungen und eine Vorstandseinlage, die für wahre Lachsalven sorgte – der Festball zu Ehren des neuen Königspaares Christian und Lydia Hayduk wurde zu einem weiteren Höhepunkt des Schützenfestes der Johannisbruderschaft Sendenhorst

Mit klingendem Spiel der Stadt- und Feuerwehrkapelle setzte sich die traditionelle Polonaise am Haus Siekman in Bewegung, um das frisch gekrönte Königspaar abzuholen. Gemeinsam zog die Festgesellschaft durch die Straßen Sendenhorsts und bereitete Christian und Lydia Hayduk einen festlichen Empfang. Am Lambertiplatz sollte anschließend ein Bus alle Gäste zum Hotel-Gasthaus Waldmutter bringen. Doch der angekündigte Transfer blieb aus. Was andernorts für Hektik oder schlechte Laune gesorgt hätte, wurde bei den Johannisbrüdern kurzerhand und mit bewundernswerter Gelassenheit gelöst. Gemeinsam organisierte man den Weg zum Festsaal kurzerhand selbst – ganz nach dem Motto: Einer hilft dem anderen. So konnte der Festball nahezu pünktlich beginnen.

Schon nach wenigen Takten hatte die Partyband Olaf Wittelmann aus Oelde den richtigen Ton getroffen. Ob aktuelle Hits, Evergreens oder echte Tanzklassiker – die Musiker verstanden es bestens, die Gäste mitzureißen. Die Tanzfläche blieb bis weit nach Mitternacht durchgehend gefüllt und spiegelte die ausgelassene Stimmung wider, die den gesamten Abend prägte.

Mit besonderer Vorfreude warteten die Gäste jedoch auf den Programmpunkt, der seit Jahren zu den beliebtesten Traditionen des Festballs gehört: die Einlage des Vorstandes. Und die Erwartungen wurden mehr als erfüllt.

In weißen Hosen, schwarzen Kniestrümpfen, Jacketts und Zylinder marschierten die Vorstandsmitglieder in den Saal ein und präsentierten sich als begeisterte „Hobby Horser“. Mit ihren liebevoll gestalteten Steckenpferden, viel Bewegungstalent und einer perfekt abgestimmten Choreografie nahmen sie die inzwischen bundesweit bekannte Trendsportart augenzwinkernd aufs Korn. Der Saal honorierte die gelungene Darbietung immer wieder mit lautem Gelächter und kräftigem Applaus.

Für zusätzliche Lacher sorgten die fantasievollen Namen der vierbeinigen Sportpartner. Oberst Otto Arnold Weng hatte seinem Pferd in Anlehnung an seinen Lieblingsverein den Namen „Hertha“ gegeben. Fahnennebengänger Markus Hartmann ging mit der „Blonden Amsel“ an den Start – eine charmante Anspielung auf die Haarpracht seiner Ehefrau und den Straßennamen ihres Zuhauses. Reinhard Westmeier wiederum hatte sein Pferd „Rastlos Astlos“ getauft – ein humorvoller Verweis auf seinen Beruf als Tischler.

Mit trockenem Humor und viel Schlagfertigkeit führte der stellvertretende Oberst Jürgen Surmann durch die Vorführung. Immer wieder bezog er die Gäste in seine Moderation ein, kommentierte das Geschehen pointiert und machte die Darbietung so zu einem echten Gemeinschaftserlebnis.

Das perfekte Bild lieferten die Ehefrauen der Vorstandsmitglieder. In elegantem Outfit und mit auffälligen, fantasievoll gestalteten Hüten bildeten sie das passende Rahmenprogramm. Nicht wenige Besucher waren sich einig, dass sie mit ihren außergewöhnlichen Kopfbedeckungen bei jedem renommierten Reitturnier beste Chancen auf eine Auszeichnung gehabt hätten.

Selbst die Niederlage der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, deren Spielverlauf von einigen Gästen nur nebenbei verfolgt wurde, konnte der fröhlichen Atmosphäre nichts anhaben. Viel wichtiger war an diesem Abend das Miteinander, das Wiedersehen mit Freunden und das gemeinsame Feiern des neuen Königspaares.

Als um Punkt 2 Uhr der traditionelle Schlusspunkt des Festballs erreicht war, war der Abend für viele noch lange nicht zu Ende. Christian und Lydia Hayduk hatten die Festgesellschaft zu einem letzten Umtrunk mit einer kleinen kulinarischen Stärkung in ihr Zuhause eingeladen. In gemütlicher Runde ließ man die vielen Eindrücke Revue passieren und blickte auf einen Festball zurück, der mit seiner Mischung aus Tradition, Gemeinschaft, Humor und Herzlichkeit beste Werbung für die Johannisbruderschaft war – und zugleich Lust auf das nächste Schützenfest machte.

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